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Odysseus im Müllerschen Volksbad Performance

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02/04



Die einstündige Theaterperformance bespielt die kleine Schwimmhalle des Bades; auf zwei Ebenen und im Wasser verfolgen die Zuschauer Odysseus auf seiner Reise über 12 ausgesuchte Stationen. Lichteffekte, Musik und Ton, Videoprojektion und Puppenspiel versinnlichen das Konzept der Odyssee eines von Natur- und Zaubergewalten gebeutelten Menschen, der durch das eigene Scheitern erstarkt.

Philine Bührer (Dramaturgie) schreibt über den Protagonisten der Performance:
"Die Götter bekriegen sich gegenseitig, der Mensch Odysseus wird dabei zum Spielball ihrer Macht und ihrer Interessen. So geschickt und standhaft er sich auch mühen mag, an jeder einzelnen Station seiner Irrfahrt zeigt sich seine Abhängigkeit von den Launen, den Ratschlägen und Einflüssen der Götter oder höherer Zaubermächte:

"Odysseus im Müllerschen Volksbad" [c] Franz Kimmel

ein Mensch auf Irrwegen zu einem Ziel, seiner Heimat, sich selbst, hin- und hergeworfen von undurchschaubaren Gewalten.
Dieser Aspekt stand bei der Bearbeitung für die Theaterperformance im Müllerschen Volksbad im Vordergrund. Das Jugendstil-Bad wird dabei zum Raum für die antike Sagenwelt. Die Schwimmhalle verwandelt sich in Odysseus´ Schiff, mit dem er den Gefahren entgegenfährt und zu entkommen versucht; dann steht sie wieder für die Naturelemente selbst: Meer, Inseln, Felsen und Wellen die das Schiff einerseits tragen, aber auch kentern oder zerschellen lassen können."

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